Ratgeber · WordPress-Wartung
Was kostet eine WordPress-Wartung?
Eine WordPress-Wartung kostet entweder Ihre eigene Zeit, wenn Sie Updates, Sicherungen und Prüfungen selbst übernehmen, oder einen monatlichen Betrag für einen Wartungsvertrag, dessen Höhe vom Umfang abhängt: Plugins, Shop, Sicherungsrhythmus, enthaltene Änderungszeit und Notfallregel. Bei uns kostet die WordPress-Wartung 69 € im Monat netto, mit 60 Minuten Änderungen im Monat und monatlich kündbar.
Was gehört zu einer WordPress-Wartung?
Zu einer WordPress-Wartung gehören Updates, Sicherungen, Überwachung, Sicherheit und, je nach Angebot, kleine Änderungen an Inhalten. Im Einzelnen:
- Updates: WordPress selbst, das Theme (die Gestaltungsvorlage) und die Plugins (Erweiterungen) werden aktualisiert, mit einer Sicherung vorher und einer Prüfung danach. Kleinere Wartungs- und Sicherheitsupdates des WordPress-Kerns, also von WordPress selbst ohne Theme und Plugins, installieren bestehende Websites laut WordPress-Dokumentation standardmäßig von selbst. Plugins und Themes aktualisiert WordPress von sich aus nur in besonderen Fällen, sonst nur, wenn Sie automatische Aktualisierungen einschalten.
- Sicherungen: eine Kopie von Dateien und Datenbank, dem Speicher für Texte und Einstellungen, die außerhalb der Website liegt und sich zurückspielen lässt. Eine Sicherung hilft erst, wenn die Wiederherstellung einmal geprobt wurde.
- Überwachung: Ist die Website erreichbar, kommen Anfragen über das Kontaktformular an, wird sie langsamer?
- Sicherheit: Lücken in Plugins erkennen, Plugins ersetzen, die nicht mehr gepflegt werden, Benutzerkonten und Anmeldungen im Blick behalten.
- Kleine Änderungen: neue Öffnungszeiten, ein Text, ein Bild. Ob und in welchem Umfang das enthalten ist, unterscheidet sich von Angebot zu Angebot.
Warum das regelmäßig sein sollte, zeigt der Jahresbericht des Sicherheitsanbieters Patchstack: 2025 wurden im WordPress-Umfeld 11.334 neue Sicherheitslücken gefunden, 91 % davon in Plugins und 9 % in Themes, im WordPress-Kern selbst waren es 6. Für 46 % der Lücken gab es bis zur Veröffentlichung noch keine Korrektur vom Entwickler. Wartung heißt deshalb nicht nur aktualisieren, sondern auch prüfen, ob ein Plugin überhaupt noch gepflegt wird.
Was passiert, wenn eine WordPress-Website nicht gewartet wird?
Ohne Wartung bleiben bekannte Sicherheitslücken offen, und Fehler fallen erst auf, wenn Kunden sich melden oder Anfragen ausbleiben. Was dann passieren kann:
- Die Website wird gehackt, leitet auf fremde Seiten um oder verschickt Spam.
- Nach einem großen Sammel-Update zeigt WordPress nur noch „Auf dieser Website ist ein kritischer Fehler aufgetreten.“
- Das Kontaktformular verschickt keine Mails mehr, und niemand merkt es.
- Eine gekaufte Lizenz ist abgelaufen, und das Plugin bekommt keine Updates mehr.
- Es gibt keine aktuelle Sicherung, wenn etwas kaputtgeht.
Die Reparatur danach kostet Zeit oder Geld, nach unserer Erfahrung mehr als die regelmäßige Pflege, die sie verhindert hätte.
Wovon hängt der Preis einer WordPress-Wartung ab?
Der Preis hängt davon ab, wie viel Arbeit die Website jeden Monat macht und wie viel Leistung im Vertrag steht. Diese Punkte bestimmen ihn:
- Größe und Aufbau der Website: Mit jedem Plugin kommen Updates dazu, und nach jedem Update kann etwas haken. Ein Page-Builder wie Elementor, also ein Plugin zum Seitenbauen per Maus, oder ein Shop mit WooCommerce, dem Shop-Plugin für WordPress, bringen zusätzliche Prüfungen mit.
- Rhythmus: Wie oft wird aktualisiert und gesichert, und wie lange werden Sicherungen aufbewahrt?
- Prüfung nach Updates: Wird die Website danach durchgeklickt und das Formular getestet, oder wird nur das Update eingespielt?
- Enthaltene Zeit für Änderungen: Ein Kontingent für kleine Änderungen kostet mehr als reine Technik-Pflege, erspart Ihnen aber einzelne Aufträge für jede Kleinigkeit.
- Erreichbarkeit und Notfall: Wie schnell reagiert der Dienstleister, und ist die Bereinigung nach einem Hackerangriff enthalten oder wird sie nach Aufwand abgerechnet?
- Zustand bei der Übernahme: Wurde eine Website lange nicht aktualisiert, fällt zu Beginn mehr Arbeit an als in einem normalen Monat.
Was kostet es, WordPress selbst zu warten?
Selbst warten kostet kein Geld für einen Vertrag, aber regelmäßig Zeit, eine funktionierende Sicherung und die Bereitschaft, nach jedem Update nachzusehen. Das brauchen Sie dafür:
- Einen festen Termin im Kalender, zum Beispiel jeden ersten Montag im Monat, wie in Kapitel 10 beschrieben.
- Eine Sicherung, die automatisch läuft und außerhalb der Website liegt. Manche Hoster, also die Firmen, auf deren Servern Ihre Website liegt, bieten Sicherungen im Tarif an, sonst übernimmt das ein Sicherungs-Plugin, je nach Plugin kostenlos oder mit Lizenz (Kapitel 6).
- Wenn Ihr Hoster sie anbietet, eine Testumgebung (Staging), also eine Kopie der Website, auf der Sie größere Updates zuerst ausprobieren.
- Eine Liste aller Plugins mit Zweck und Lizenzlaufzeit, damit Sie veraltete Plugins erkennen.
- Einen Plan für den Notfall: Wo liegen die Zugänge zu Hoster, Domain und WordPress, und wer hilft, wenn nach einem Update nichts mehr geht?
Wie lange ein Termin dauert, hängt von Ihrer Website ab. Schreiben Sie bei den ersten Terminen mit, wie viel Zeit Sie brauchen. Dann können Sie Ihren Aufwand ehrlich mit einem Monatspreis vergleichen.
Wann lohnt sich ein Wartungsvertrag?
Ein Wartungsvertrag lohnt sich, wenn ein Ausfall Sie mehr kosten würde als die Wartung oder wenn Sie Ihre Zeit lieber in Ihre eigentliche Arbeit stecken. Das trifft zu, wenn:
- über die Website Anfragen, Buchungen oder Bewerbungen kommen,
- Sie einen Shop betreiben,
- die Website einen Page-Builder oder eine lange Liste an Plugins nutzt,
- niemand, weder Sie selbst noch jemand im Team, den monatlichen Termin verlässlich übernimmt,
- Sie Fehlermeldungen lieber weitergeben als selbst nach der Ursache suchen.
Selbst warten passt, wenn die Website klein ist, mit wenigen Plugins auskommt und Sie selbst oder jemand im Team Zeit und Lust auf den monatlichen Termin hat. Beides ist eine gute Entscheidung. Wichtig ist nur, dass überhaupt jemand wartet.
Worauf sollten Sie bei einem Angebot für WordPress-Wartung achten?
Achten Sie darauf, dass die Leistungen einzeln beschrieben sind: mit Rhythmus, enthaltener Zeit, Regel für den Notfall und Laufzeit. Die Übersicht ist eine Lesehilfe: was in einem Angebot stehen sollte und welche Frage offen bleibt, wenn es fehlt.
| Was drinstehen sollte | Wenn es fehlt, fragen Sie | |
|---|---|---|
| Updates | Was aktualisiert wird (WordPress, Theme, Plugins) und wie oft | Wird vor jedem Update gesichert und danach geprüft? |
| Sicherungen | Rhythmus, Speicherort außerhalb der Website, Aufbewahrungsdauer | Wie schnell ist eine Wiederherstellung möglich, und ist sie im Preis enthalten? |
| Prüfung | Was nach Updates getestet wird, etwa Formular und wichtige Seiten | Wer merkt es, wenn das Formular keine Mails mehr verschickt? |
| Änderungen | Enthaltene Zeit im Monat und Preis für alles darüber | Verfällt nicht genutzte Zeit, oder wird sie übertragen? |
| Notfall | Was bei Hackerangriff oder Ausfall passiert und was es kostet | Ist die Bereinigung enthalten oder wird sie nach Aufwand abgerechnet? |
| Laufzeit | Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist | Was passiert bei Kündigung mit Sicherungen und Zugängen? |
| Zugänge | Wer welche Zugänge bekommt; Domain und Hosting bleiben auf Sie oder Ihr Unternehmen eingetragen | Wer hat Zugriff auf Hoster und Domain, und auf wessen Namen laufen sie? |
| Bericht | Ob und wie Sie erfahren, was gemacht wurde | Bekommen Sie eine Übersicht der Updates und Auffälligkeiten? |
Ein niedriger und ein höherer Monatspreis können beide zu Ihrer Website passen. Entscheidend ist, was für den Preis gemacht wird. Fehlt ein Punkt, fragen Sie nach, bevor Sie unterschreiben.
Was kostet die WordPress-Wartung bei uns?
Unsere WordPress-Wartung kostet 69 € im Monat netto, also zuzüglich Mehrwertsteuer, mit 60 Minuten Änderungen im Monat, ohne Mindestlaufzeit und monatlich kündbar. Jeden Monat gehören dazu:
- Updates von WordPress, Theme und allen Plugins, vorher eine Sicherung, danach eine Prüfung, ob alles noch funktioniert
- regelmäßige Sicherungen, aus denen wir bei Bedarf den letzten funktionierenden Stand zurückspielen
- ein Sicherheits-Check: Lücken in Plugins, verdächtige Dateien, ungewöhnliche Anmeldeversuche
- eine Funktionsprüfung nach den Updates: die wichtigsten Seiten und Ihr Kontaktformular
- kleine Änderungen bis zu 60 Minuten im Monat, etwa neue Öffnungszeiten, ein Text oder ein Bild
- ein Ansprechpartner, dem Sie Ihre Wünsche per E-Mail schicken
Unsere Preise sind Nettopreise. Nutzen Sie als Kleinunternehmer die Regelung nach § 19 UStG, sind Ihre eigenen Umsätze steuerfrei, und Sie können deshalb keine Vorsteuer abziehen (§ 15 Abs. 2 UStG). Für Sie zählt der Bruttopreis mit 19 % Umsatzsteuer: 69 € netto sind 82,11 € brutto im Monat. Was das im Einzelnen für Sie bedeutet, klärt Ihre Steuerberatung.
Änderungen, die über 60 Minuten im Monat hinausgehen, rechnen wir nach Aufwand ab; vorher bekommen Sie eine Aufwandsschätzung, die Sie bestätigen. Ist die Website nach einem Fehler offline, suchen wir die Ursache und spielen bei Bedarf die letzte Sicherung zurück, nach Aufwand, den wir vorher mit Ihnen besprechen. Die Bereinigung nach einem Hackerangriff bieten wir nicht an; dafür empfehlen wir einen auf WordPress-Sicherheit spezialisierten Dienstleister. Wir übernehmen auch Websites, die wir nicht gebaut haben, egal ob mit dem Block-Editor (Gutenberg), Elementor oder WooCommerce. Vorher schauen wir uns die Website einmal an und sagen Ihnen, was ansteht; diese Einschätzung ist kostenlos. Alle Einzelheiten stehen auf der Seite WordPress-Wartung und Betreuung. Was eine WordPress-Website insgesamt kostet, vom Hosting bis zur Lizenz, steht im Ratgeber Was kostet eine WordPress-Website?.
Zum Abhaken
Checkliste: Wartungsangebot lesen
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Häufige Fragen dazu
Was kostet eine WordPress-Wartung im Monat?
Das hängt vom Umfang ab: wie viele Plugins die Website hat, ob ein Shop dazugehört, wie oft gesichert wird und wie viel Zeit für Änderungen enthalten ist. Bei uns kostet die WordPress-Wartung 69 € im Monat netto, mit 60 Minuten Änderungen im Monat und monatlich kündbar. Wer als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Vorsteuer abziehen kann, zahlt brutto 82,11 € im Monat.
Ist eine WordPress-Wartung Pflicht?
Einen Wartungsvertrag schreibt kein Gesetz vor. Wer eine Website geschäftlich betreibt, muss sie aber, soweit technisch möglich und zumutbar, unter Berücksichtigung des Stands der Technik gegen unerlaubte Zugriffe und Angriffe absichern (§ 19 Absatz 4 TDDDG), und verarbeitet sie personenbezogene Daten, etwa über ein Kontaktformular, verlangt auch Artikel 32 DSGVO angemessene Sicherheitsmaßnahmen. Ohne regelmäßige Updates mit Sicherung vorher und Prüfung danach bleiben bekannte Sicherheitslücken offen. Ob Sie das selbst erledigen oder abgeben, entscheiden Sie; was im Einzelfall gilt, klären Sie im Zweifel mit einer Anwältin oder einem Anwalt, Ihrer Kammer oder Ihrem Verband. Das ist ein Überblick, keine Rechtsberatung.
Kann ich WordPress-Updates einfach automatisch laufen lassen?
Teilweise. Kleinere Wartungs- und Sicherheitsupdates des WordPress-Kerns installieren bestehende Websites standardmäßig von selbst. Für Plugins wählen Sie unter Plugins in der Spalte „Automatische Aktualisierungen“ den Link „Automatische Aktualisierungen aktivieren“, für Themes unter Design → Themes. Eine Sicherung vorher und ein kurzer Blick auf Seiten und Formular danach ersetzt das nicht.
Ist die Wartung beim Hosting schon enthalten?
Das hängt vom Tarif ab. Bei Managed WordPress Hosting, also Hosting, das auf WordPress zugeschnitten ist, übernimmt der Hoster je nach Angebot Updates oder Sicherungen. Ob danach jemand prüft, ob Seiten und Formular noch funktionieren, und ob Änderungen an Inhalten dazugehören, steht in der Tarifbeschreibung.
Was kostet es, wenn meine WordPress-Website gehackt wurde?
Das hängt vom Schaden ab und davon, ob es eine saubere Sicherung gibt. Ob die Bereinigung im Monatspreis einer Wartung enthalten ist, steht im Vertrag; fragen Sie vorher danach. Wir selbst bieten die Bereinigung nicht an und empfehlen dafür einen auf WordPress-Sicherheit spezialisierten Dienstleister.
Wie lange läuft ein Wartungsvertrag?
Das regelt jeder Vertrag selbst; achten Sie auf Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist. Unsere WordPress-Wartung hat keine Mindestlaufzeit und ist monatlich kündbar.
Belege Quellen anzeigen (8)
- WordPress Developer Resources: Upgrading WordPress (automatische Hintergrund-Updates, Sicherung vor dem Update), abgerufen am 02.11.2026
- WordPress-Dokumentation: Automatische Updates für Plugins und Themes (abgerufen am 02.11.2026)
- Patchstack: State of WordPress Security in 2026 (Zahlen für 2025), abgerufen am 02.11.2026
- TDDDG, § 19 (Technische und organisatorische Vorkehrungen), abgerufen am 02.11.2026
- DSGVO, Artikel 32 (Sicherheit der Verarbeitung), EUR-Lex, abgerufen am 02.11.2026
- UStG, § 19 (Besteuerung der Kleinunternehmer), abgerufen am 02.11.2026
- UStG, § 15 Abs. 2 (Ausschluss vom Vorsteuerabzug bei steuerfreien Umsätzen), abgerufen am 02.11.2026
- UStG, § 12 Abs. 1 (Steuersatz 19 Prozent), abgerufen am 02.11.2026
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