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Ratgeber · Neu bauen oder fertigstellen

Ist WordPress kostenlos? Was wirklich Geld kostet

Ja, die Software WordPress ist kostenlos: Sie steht unter der freien Lizenz GPL und lässt sich auf wordpress.org ohne Gebühr herunterladen, auch für geschäftliche Websites. Geld kosten trotzdem Hosting und Domain, je nach Bedarf gekaufte Themes oder Plugins und vor allem die Zeit für Aufbau und Pflege.

Michael Mand, Webdesign mit WordPress Veröffentlicht am 24. Februar 2026 · aktualisiert am 2. November 2026 · 5 Min. Lesezeit

Ist WordPress wirklich kostenlos?

Ja. Die Software WordPress kostet nichts, weder beim Herunterladen noch später als Lizenzgebühr, und das gilt auch für geschäftliche Websites. WordPress steht unter der GPL, einer freien Lizenz (GPLv2 oder später), die ausdrücklich erlaubt, das Programm für jeden Zweck zu nutzen, es zu verändern und weiterzugeben. Sie laden es auf wordpress.org herunter oder lassen es von Ihrem Hoster installieren, also der Firma, auf deren Server Ihre Website läuft.

Auch die Updates von WordPress selbst sind kostenlos. Eine Bezahlversion von WordPress gibt es nicht; was es zu kaufen gibt, sind Hosting, Erweiterungen und Dienstleistungen rund um WordPress.

Was kostet trotzdem Geld, wenn WordPress kostenlos ist?

Geld kosten der Platz im Internet, die Adresse und je nach Bedarf gekaufte Erweiterungen. Mit den beiden Beispieltarifen aus unserem Kosten-Ratgeber sind das für Hosting, Domain und SSL-Zertifikat rund 65 bis 71 € im Jahr inklusive Mehrwertsteuer, ohne Lizenzen (Stand 2. November 2026); beim günstigeren Beispiel ist das der Höchstbetrag, weil nach Stunden abgerechnet wird. Die Posten:

  • Hosting: der Speicherplatz auf einem Server, auf dem WordPress läuft, monatlich oder jährlich bezahlt.
  • Domain: die Adresse Ihrer Website, etwa maler-musterstadt.de, mit einer jährlichen Gebühr, wenn sie nicht im Hosting-Tarif enthalten ist.
  • SSL-Zertifikat: Es sorgt für die verschlüsselte Verbindung, erkennbar an https:// in der Adresszeile. Es ist nicht in jedem Tarif enthalten, fragen Sie vor der Bestellung nach.
  • Gekaufte Themes und Plugins: Themes sind Gestaltungsvorlagen, Plugins Erweiterungen für zusätzliche Funktionen wie ein Kontaktformular. Kaufen müssen Sie sie nur, wenn Sie Funktionen brauchen, die die kostenlosen Versionen nicht bieten.
  • Pflege: Updates, Sicherungen und Prüfungen kosten Ihre Zeit oder einen Monatsbetrag, wenn Sie sie abgeben.

Welche Tarife hinter der Beispielrechnung stehen, worauf Sie beim Vergleich achten und welche Kosten man leicht übersieht, steht ausführlich im Ratgeber Was kostet eine WordPress-Website?.

Kann man WordPress ganz ohne Kosten nutzen?

Ganz ohne Kosten geht es mit dem kostenlosen Tarif von WordPress.com, und der ist für einen geschäftlichen Auftritt eingeschränkt. WordPress.com ist ein Dienst, bei dem der Anbieter WordPress für Sie betreibt; die Software von WordPress.org dagegen installieren Sie bei einem Hoster, den Sie bezahlen. Den Unterschied erklärt Was ist WordPress? genauer. Laut der Preisseite von WordPress.com (abgerufen am 2. November 2026) gilt für den kostenlosen Tarif:

  • Er kostet nichts und hat kein Ablaufdatum.
  • Die Website bekommt eine Adresse unter wordpress.com, etwa ihrname.wordpress.com. Eine eigene Domain ist nicht enthalten.
  • Besucher sehen Werbung von WordPress.com.
  • Plugins können Sie nicht installieren, das geht erst in den bezahlten Tarifen.
  • Der Speicherplatz beträgt 1 GB.

Zum Ausprobieren reicht das. Für Ihr Unternehmen oder Ihre Selbstständigkeit sprechen nach unserer Einschätzung die fremde Werbung und die Adresse ohne eigene Domain dagegen: Kunden sollen Sie unter Ihrem Namen finden, und auf Ihrer Website soll keine Werbung anderer stehen. Wer WordPress nur einmal anschauen möchte, kann außerdem WordPress Playground nutzen, das WordPress laut wordpress.org ohne Hoster direkt im Browser startet.

Sind Themes und Plugins für WordPress kostenlos?

Die Themes und Plugins aus den Verzeichnissen auf wordpress.org sind kostenlos, und für die Grundausstattung einer Firmenwebsite reichen sie nach unserer Erfahrung aus. Wer dort ein Theme oder Plugin anbietet, muss es unter der GPL oder einer damit vereinbaren Lizenz veröffentlichen. Plugins im Verzeichnis dürfen laut dessen Richtlinien keine Funktionen enthalten, die erst nach Bezahlung freigeschaltet werden, und keine Testversionen sein, die nach einer Frist abschalten. Erlaubt sind aber Plugins, die einen externen Dienst anbinden, auch einen bezahlten, und Hinweise auf Bezahlversionen. Ob ein Plugin ein Konto oder Abo beim Anbieter braucht, steht in seiner Beschreibung im Verzeichnis.

Daneben bieten manche Hersteller Bezahlversionen mit mehr Funktionen und direktem Support an, die Sie außerhalb des Verzeichnisses kaufen. Dafür zahlen Sie eine Lizenz, also ein Nutzungsrecht, je nach Hersteller einmalig oder jährlich. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie die Zusatzfunktionen wirklich brauchen. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht in Kapitel 4: WordPress-Theme wählen und Kapitel 6: WordPress-Plugins.

Welche Rolle spielt Ihre Zeit bei den Kosten?

Beim Selbstbauen ist Ihre Zeit der Posten, der auf keiner Rechnung steht und trotzdem zählt. Rechnen Sie nach unserer Erfahrung je Kapitel unseres Leitfadens mit einem Abend, dazu die Zeit, Texte und Fotos zu sammeln. Nach dem Livegang, also wenn die Website öffentlich ist, kommt die Pflege dazu: Updates von WordPress, Theme und Plugins mit einer Sicherung vorher und einer Prüfung danach, am besten zu einem festen Termin im Monat.

Was Selbstbauen, Fertigstellenlassen und Machenlassen im Vergleich kosten, zeigt der Ratgeber Was kostet eine WordPress-Website?.

Wie geht es weiter, wenn Sie mit WordPress starten wollen?

Klären Sie zuerst, ob WordPress zu Ihrem Vorhaben passt, und planen Sie dann Schritt für Schritt. Wie WordPress funktioniert und wann ein Baukasten besser passt, erklärt Was ist WordPress?. Wenn Sie selbst bauen, führt Sie unser Leitfaden in 10 Schritten von der Planung in Kapitel 1 über Hosting und Domain in Kapitel 2 bis zum Livegang.

Möchten Sie die Website lieber bauen lassen: Bei uns gibt es einen One-Pager ab 990 € netto und eine Website mit Unterseiten ab 2.900 € netto, jeweils zum Festpreis; die Wartung danach kostet 69 € im Monat netto mit 60 Minuten Änderungen, monatlich kündbar. Mehr dazu unter WordPress-Website erstellen lassen.

Häufige Fragen dazu

Darf ich WordPress kostenlos für meine Firma nutzen?

Ja. WordPress steht unter der freien Lizenz GPL, die die Nutzung für jeden Zweck erlaubt, also auch für eine geschäftliche Website. Eine Lizenzgebühr für die Software gibt es nicht; bezahlen müssen Sie Hosting, Domain und gegebenenfalls gekaufte Themes oder Plugins.

Was kostet eine WordPress-Website im Jahr, wenn ich sie selbst baue?

Mit zwei Beispieltarifen von ALL-INKL.COM und Hetzner kosten Hosting, Domain und SSL-Zertifikat nach unserer Beispielrechnung rund 65 bis 71 € im Jahr inklusive Mehrwertsteuer, ohne Lizenzen, bei Hetzner höchstens (Abrechnung nach Stunden, Stand 2. November 2026); andere Tarife kosten mehr oder weniger. Dazu kommen gegebenenfalls Lizenzen für Themes oder Plugins und Ihre Zeit für Aufbau und Pflege.

Ist WordPress.com kostenlos?

WordPress.com hat einen kostenlosen Tarif ohne Ablaufdatum. Laut Preisseite (abgerufen am 2. November 2026) enthält er keine eigene Domain und keine Installation von Plugins, zeigt Besuchern Werbung von WordPress.com und bietet 1 GB Speicher unter einer Adresse wie ihrname.wordpress.com. Für eigene Domain und Plugins brauchen Sie einen bezahlten Tarif.

Kosten Updates für WordPress Geld?

Nein, die Updates der WordPress-Software sind kostenlos, ebenso die Updates der Themes und Plugins aus den Verzeichnissen auf wordpress.org. Bei gekauften Themes und Plugins regelt die Lizenz des Herstellers, ob und wie lange es Updates gibt. Kosten entstehen, wenn Sie die Pflege abgeben, oder als Ihre eigene Zeit.

Sind kostenlose WordPress-Plugins schlechter als gekaufte?

Nicht grundsätzlich. Plugins aus dem Verzeichnis auf wordpress.org dürfen laut dessen Richtlinien keine Funktionen enthalten, die erst nach Bezahlung freigeschaltet werden. Manche Plugins binden allerdings einen bezahlten Dienst an; das steht in der Plugin-Beschreibung. Bezahlversionen bringen zusätzliche Funktionen und direkten Support. Wichtiger als der Preis ist, dass ein Plugin regelmäßig aktualisiert wird und zu Ihrer WordPress-Version passt.

So etwas für Ihre Website?

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